Plötzlich geht’s: Bus und Bahn fahrscheinfrei

Plötzlich hat ein Brief aus dem Bundesministerium für Verkehr an die EU-Kommission eine Debatte zum „kostenlosen“ Nahverkehr ausgelöst, der natürlich nie kostenlos ist, aber fahrscheinfrei sein kann.

Ein Debattenbeitrag von Oliver „Kreon“ Bayer, ehemaliges MdL und Vorsitzender der Enquête-Kommission zur Finanzierung des Personennahverkehrs in Nordrhein-Westfalen.

Die Piratenpartei und ich haben uns damit seit 2010 intensiv beschäftigt. Wir haben in Berlin und in NRW Machbarkeitsstudien in Auftrag gegeben, viele Veranstaltungen durchgeführt, Material gesammelt, Anträge gestellt und eine zweijährige Enquetekommission im Landtag NRW initiiert, in der über 100 Experten und Politiker aller Parteien des Landtags mitgewirkt haben.

Am Ende haben wir einen Plan vorgestellt, wie wir Schritt für Schritt einen massiven Ausbau des ÖPNV erreichen können. Mit Bus und Bahn fahrscheinfrei als Katalysator und mit Modellprojekten in ausgesuchten Städten.

Fahrscheinfrei heißt: Bus und Bahn nutzen, ohne ein Ticket für eine Strecke oder einen Zeitraum lösen zu müssen. Ein Antrag im Landtag (PDF) und ein 46-seitiges Gesamtkonzept für die Verkehrswende in NRW (PDF) sind das Fazit unserer langjährigen Arbeit. Aber es gibt noch mehr Material.

Alle Materialien, Studienergebnisse und Berichte zu dem Thema findet Ihr auf der Projektseite fahrscheinfrei.de und auch auf Oliver Bayers Seite direkt.

Diesen Beitrag haben wir von der Piratenpartei Düsseldorf übernommen. Das Foto im Artikel stammt von Emile Séguin.

Wir bitten um eine Spende für die Suppenküche Hagen

Suppenküche Hagen

Foto: Suppenküche Hagen


In Hagen leben über 13 % der Bevölkerung an der Armutsgrenze. Wie viele das in realen Menschen sind, können wir an jedem Öffnungstag der Suppenküche sehen, die sich direkt gegenüber unserer Geschäftsstelle am Märkischen Ring befindet. In der Suppenküche Hagen bekommen Wohnungslose und andere bedürftige Menschen, kostenlos einen Eintopf, können in Ruhe einen Kaffee trinken oder sich ein Lunchpaket mit Lebensmitteln für den Abend oder den nächsten Tag mitnehmen. An jedem der vier Öffnungstage pro Woche werden dort 220 bis 480 Portionen ausgegeben, das sind im Jahr rund 45.000 Mittagessen und 30.000 Lunchpakete, die die ehrenamtlich Mitarbeitenden an Bedürftige ausgeben. Neben dem gastronomischen Angebot bietet die Suppenküche in Zusammenarbeit mit anderen Beratungsstellen auch erste Wegweisung für Hilfesuchende an.

Ehrenamtliche Mitarbeiter der Suppenküche Hagen

Ehrenamtliche Mitarbeiter der Suppenküche Hagen

Gegründet wurde die Suppenküche durch Freiwillige der Ev. Johannisgemeinde, der Luthergemeinde und der Bahnhofsmission Hagen und hat seit 1997 im Anbau des CVJM-Hochhauses am Märkischen Ring ihre Räumlichkeiten. Das ist nicht nur viel Arbeit, es entstehen auch hohe Kosten. Alleine die Summe für Lebensmittel beträgt im Jahr 50.000 Euro, für Miete, Energie und Nebenkosten werden weitere 14.000 Euro benötigt. Dazu kommen noch gut 7000 Euro, die für Kleinkram wie zum Beispiel Toilettenpapier gebraucht werden. Wir haben auf unserer Weihnachtsfeier etwas Geld für die Suppenküche gesammelt, und bitten die Hagener Bürgerinnen und Bürger ebenfalls zu spenden, damit diese wichtige soziale Einrichtung auch im neuen Jahr weitergeführt werden kann.

Hier die Nummer des Spendenkontos. Der Verein „Suppenküche Hagen“ ist als mildtätig und gemeinnützig anerkannt. Zuwendungen sind also von der Steuer absetzbar.

Suppenküche Hagen e. V.
Nr. 114 024 642
Sparkasse Hagen (BLZ 450 500 01)
IBAN: DE48 4505 0001 0114 0246 42
BIC: WELADE3HXXX

Weitere Informationen über die Suppenküche und ihre Arbeit findet man unter www.suppenkueche-hagen.de.

Wahlkampfstart in Hagen

Am letzten Samstag hat uns ein Team von TV58.de, eine unabhängige Online- und Video-Plattform für Hagen und Drumherum an unserem Infostand besucht. Grund war der Start des Wahlkampfs in Hagen und die Frage, was die Menschen von den Parteien wissen wollen und was sie bewegt. In diesem Video berichten Frank Steinwender (Bündnis90/Die Grünen), Jörg Klepper (CDU) und Christian Specht (ab 3:35) von der Piratenpartei Hagen was sie bisher am Infostand erlebt haben.


Zum Artikel bei TV58.de

Drohen die Piraten zu kentern?

Maja Tiegs und Kerstin BrinkmannKeine Bange, die Piraten Hagen haben noch immer ruhiges Fahrwasser, um bei den nautischen Metaphern zu bleiben. Die Frage nach dem Kentern der Piraten wurde in einem Interview gestellt, das die WAZ mit unserer 1. Vorsitzenden Kerstin Brinkmann und der Direktkandidatin Maja Tiegs geführt hat. Den Abwärtstrend auf Bundes – und überregionaler Ebene kann Kreisvorsitzende Kerstin Brinkmann für Hagen nicht bestätigen. „Bei uns läuft es sehr gut. Unser Stammtisch ist nach dem Erfolg in Berlin im vergangenen Jahr und nach der Auflösung des NRW-Landtags deutlich größer geworden.“

Das ganze Interview bei DerWesten lesen